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Seriöse Medien

Seien Sie immer kritisch

Gerade im Zeitalter von KI-generierten Bildern Texten und Videos, weiß man oft gar nicht mehr, was man glauben darf. Egal welche Medien Sie nutzen, um Informationen zu bekommen: Die wichtigste Regel ist,
Glauben Sie niemandem bedingungslos
Auch Medien, die sich bemühen, sauber zu recherchieren und die einen großen Ergeiz haben, als seriös zu gelten, können Fehler machen.

Das Zwei-Quellen-Prinzip

Vergleichen Sie wichtige Informationen mit anderen Medien. Berichten diese das Gleiche? Dann ist die Gefahr eines Irrtums schon deutlich geringer.

Der deutsche Presserat

Der Deutsche Presserat ist die Freiwillige Selbstkontrolle der Print- und Onlinemedien in Deutschland. Er tritt für die Einhaltung ethischer Standards und Verantwortung im Journalismus ein sowie für die Wahrung des Ansehens der Presse. Als Selbstkontrolle verteidigt der Presserat die Pressefreiheit gegen Eingriffe von außen.(Quelle: https://www.presserat.de/)

Der Pressekodex

Seriöse Medien fühlen sich dem Pressekodex des deutschen Presserates verpflichtet. Auch andere Länder haben Pressekodizes, diese sind sich in der Regel recht ähnlich.

Der Pressekodex umfasst 16 Kapitel, die ein ethisch vertretbares Verhalten von Journalisten und Verlegern vorschreiben:

  1. WAHRHAFTIGKEIT UND ACHTUNG DER MENSCHENWÜRDE
  2. SORGFALT
  3. RICHTIGSTELLUNG
  4. GRENZEN DER RECHERCHE
  5. BERUFSGEHEIMNIS
  6. TRENNUNG VON TÄTIGKEITEN
  7. TRENNUNG VON WERBUNG UND REDAKTION
  8. SCHUTZ DER PERSÖNLICHKEIT
  9. SCHUTZ DER EHRE
  10. RELIGION, WELTANSCHAUUNG, SITTE
  11. SENSATIONSBERICHTERSTATTUNG, JUGENDSCHUTZ
  12. DISKRIMINIERUNGEN
  13. UNSCHULDSVERMUTUNG
  14. MEDIZIN-BERICHTERSTATTUNG
  15. VERGÜNSTIGUNGEN
  16. RÜGENVERÖFFENTLICHUNG

Im letzten Kapitel wird genau beschrieben, was passieren soll, wenn ein Medium dabei erwischt wird, sich nicht an diesen Kodex gehalten zu haben. Dann gibt es eine Rüge, die im jeweiligen Medium auch veröffentlicht werden muss.

Ein Medium, das sich dem Pressekodex verpflichtet fühlt, kann als seriös gelten.

Presseagenturen

Presseagenturen sind Unternehmen, die weltweit Nachrichten sammeln und verkaufen. Fast Alle Zeitungen, Zeitschriften, Sender und seriösen Onlinemedien bedienen sich dieser Nachrichten, senden oder drucken sie wie sie sind oder nehmen sie zum Anlass oder als Grundlage für eigene Recherchen, Artikel, Sendungen und ähnliches. Der große Vorteil von Presseagenturen ist, dass sie in der Regel in allen Erdteilen Reporter vor Ort haben, die authentisch über Ereignisse berichten können.
Laut Wikipedia stehen von 140 Presseagenturen weltweit die meisten unter staatlichem Einfluss. Aber es gibt auch Nachrichtenagenturen, die unabhängig vom Staat arbeiten und die sich in Gruppen zusammengeschlossen haben. So gibt es die Gruppe 39, die 10 Internationale Nachrichtenagenturen umfasst (auch die deutsche dpa). Außerdem gibt es seit 1956 eine Europäische Vereinigung von unabhängigen Nachrichten agenturen, die seit 2002 "Europäische Allianz der Nachrichtenagenturen (European Alliance of News Agencies)" heißt.

Eine Presseagentur kann es sich kaum leisten, Fakenews zu verkaufen. Denn wenn das Vertrauen in sie verloren geht, wird niemand mehr die Meldungen kaufen wollen.

Wikipedia bietet Links zu internationalen und deutschen Presseagenturen.

Große Medienhäuser

Große Medienhäuser und Sendeanstalten haben auch in einigen Weltteilen Reporter vor Ort und berichten erst, nachdem Sie die Lage in Augenschein genommen haben.

Die Rolle von Redaktionen

Grundsätzlich haben größere Zeitschriften, Zeitungen, Sender und auch Online-Portale in der Regel eine Redaktion, die über die Inhalte entscheidet, die gedruckt, gesendet und online gestellt werden. Das heißt über jede Geschichte einer Journalistin oder eines Journalisten wird von dieser Redaktion noch einmal gegengelesen. Auch das ist etwas, was die Qualität von Beiträgen in der Regel erhöht.

Was muss ich wissen?

  • Presseagenturen und große Medienhäuser haben weltweit Reporter vor Ort und können daher wirklich aus erster Hand berichten.
  • Seriöse Medien halten sich an den Pressekodex
  • Der Pressekodex
    • schützt die Persönlichkeitsrechte einzelner Personen,
    • verlangt die Einhaltung des Jugendschutzes,
    • verbietet Diskriminierung,
    • legt Regeln für eine faire Recherche fest und
    • sorgt mit seinen Regeln dafür, dass eine gute Berichterstattung unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Interessen stattfindet.

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